Beispielanalyse

Analyse einer Eigentumswohnung in Köln

Diese Fallstudie verwendet denselben konsistenten Musterdatensatz wie der öffentliche Beispielreport. Sämtliche wesentlichen Eingaben und Rechenschritte werden offengelegt, damit du Ergebnis, Finanzierung und Risiken selbst nachvollziehen kannst.

Kurzüberblick

Die wichtigsten Punkte, bevor du tiefer einsteigst

Für die schnelle Einschätzung reicht zuerst der Überblick. Die ausführlichen Erklärungen und Beispiele findest du darunter.
01

Das Basisszenario liefert 133,08 Euro monatlichen Cashflow nach Steuer und einen Bank-DSCR von 1,20.

02

Der hohe Fremdkapitalanteil und das negative Stressszenario zeigen, dass der vorhandene Puffer begrenzt ist.

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Die Beispielwohnung ist rechnerisch weiter prüfenswert, aber ohne Dokumenten-, Zustands- und Finanzierungsprüfung nicht entscheidungsreif.

Formel

Vom Jahresertrag zum monatlichen Cashflow nach Steuer

Die Beispielrechnung trennt Objektkosten, Kapitaldienst und berechnete Steuerwirkung. So bleibt sichtbar, welche Annahme den monatlichen Cashflow verändert.
(17.400 € - 1.903,20 € - 12.293,87 € - 1.605,93 €) / 12 = 133,08 €
VertiefungVollständiger Eingabensatz des Musterobjekts

Angesetzt werden 260.000 Euro Kaufpreis, 72 Quadratmeter vermietbare Fläche, 1.450 Euro Monatskaltmiete und 8.000 Euro Renovierung. Die Erwerbsannahmen betragen 6,5 Prozent Grunderwerbsteuer, 1,5 Prozent Notar, 0,5 Prozent Grundbuch, 3,57 Prozent Makler sowie 1.300 Euro weitere Erwerbskosten. Beim Hausgeld werden 270 Euro insgesamt, davon 205 Euro umlagefähig und 65 Euro nicht umlagefähig, getrennt erfasst. Von den 65 Euro entfallen 18 Euro auf die WEG-Rücklage; zusätzlich werden 40 Euro eigene Instandhaltungsreserve und 20 Euro sonstige Kosten erfasst. Die 25 Euro Grundsteuer werden als umlagefähige Position dokumentiert; das Mietausfallwagnis beträgt 2 Prozent.

VertiefungKapitalbedarf und Finanzierung nachvollziehen

Aus Kaufpreis, Erwerbskosten und Renovierung entsteht ein Gesamtkapitalbedarf von 300.682 Euro. Nach 85.000 Euro Eigenkapital verbleibt ein Darlehen von 215.682 Euro. Die Rechnung verwendet 3,7 Prozent Sollzins, 2,0 Prozent anfängliche Tilgung und zehn Jahre Zinsbindung. Daraus folgt ein Kapitaldienst von 12.293,87 Euro pro Jahr; die rechnerische Restschuld nach zehn Jahren beträgt rund 163.579 Euro.

VertiefungErgebnis des Basisszenarios

Die Jahreskaltmiete beträgt 17.400 Euro. Nach laufenden Objektkosten und Mietausfallwagnis bleiben 15.496,80 Euro Objektüberschuss vor Finanzierung. Nach Kapitaldienst entstehen 3.202,93 Euro Cashflow vor Steuer. Die berechnete Steuerwirkung von 1.605,93 Euro reduziert den Cashflow nach Steuer auf 1.597 Euro pro Jahr beziehungsweise 133,08 Euro pro Monat. Die Bruttorendite beträgt 6,69 Prozent, die Nettomietrendite 5,15 Prozent und der Kaufpreisfaktor 14,94.

VertiefungBankkennzahlen richtig lesen

Der konservativ berechnete Bank-DSCR liegt bei 1,20. Das bedeutet rechnerische Deckung mit begrenztem Puffer. Der Loan-to-Value beträgt 82,95 Prozent, weil für das Beispiel ein externer Marktwert von 260.000 Euro angenommen wird; ohne belastbaren Marktwert wäre diese Kennzahl nicht aussagekräftig. Banken können beide Werte mit eigenen Kostenansätzen, Sicherheitsabschlägen und Beleihungswerten anders berechnen.

VertiefungStressszenario verhindert eine vorschnelle Kaufentscheidung

Unter den hinterlegten Stressannahmen sinkt die Jahresmiete, während Kosten und Kapitaldienst steigen. Der monatliche Cashflow fällt dadurch auf rund minus 330 Euro und der DSCR auf 0,76. Das positive Basisergebnis ist daher kein Freifahrtschein: Vor einer Entscheidung müssten insbesondere Finanzierungskonditionen, Hausgeldabrechnung, WEG-Unterlagen, Mietvertrag und Instandhaltungsbedarf mit echten Dokumenten bestätigt werden.

Einordnung

Kurzfazit zur Musterwohnung

  • Das Basisszenario liefert 133,08 Euro monatlichen Cashflow nach Steuer und einen Bank-DSCR von 1,20.
  • Der hohe Fremdkapitalanteil und das negative Stressszenario zeigen, dass der vorhandene Puffer begrenzt ist.
  • Die Beispielwohnung ist rechnerisch weiter prüfenswert, aber ohne Dokumenten-, Zustands- und Finanzierungsprüfung nicht entscheidungsreif.

Nächster Schritt

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Eigenes Objekt im Rechner prüfen

FAQ

Häufige Fragen: Analyse einer Eigentumswohnung in Köln

Ist die Beispielanalyse eine Kaufempfehlung?

Nein. Das Objekt und seine Adresse sind ein Musterdatensatz. Die Analyse zeigt einen transparenten Rechenweg, ist aber weder ein Verkaufsangebot noch eine Kaufempfehlung.

Welche Daten liegen der Beispielanalyse zugrunde?

Verwendet werden 260.000 Euro Kaufpreis, 1.450 Euro Monatskaltmiete, 8.000 Euro Renovierung, 85.000 Euro Eigenkapital sowie die auf der Seite offengelegten Kosten-, Finanzierungs- und Steuerannahmen.

Wie entsteht der ausgewiesene Cashflow?

Der Cashflow nach Steuer ergibt sich aus 17.400 Euro Jahresmiete abzüglich 1.903,20 Euro laufender Objektkosten, 12.293,87 Euro Kapitaldienst und 1.605,93 Euro berechneter Steuerwirkung. Das sind 1.597 Euro pro Jahr beziehungsweise 133,08 Euro pro Monat.

Was ist die wichtigste Aussage der Analyse?

Im Basisszenario bleibt ein kleiner Überschuss. Im hinterlegten Stressszenario fällt der Cashflow jedoch auf rund minus 330 Euro pro Monat und der DSCR auf 0,76. Das Objekt wäre deshalb nur nach weiterer Prüfung von Kosten, Finanzierung und Risikopuffer entscheidungsreif.