Ausgangslage der Beispielwohnung
Die Musterwohnung wird mit einem Kaufpreis von 280.000 Euro, einer monatlichen Nettokaltmiete von 1.560 Euro und einer konservativen Kostenbetrachtung geprüft. Das Ziel ist nicht, ein einzelnes Objekt schönzurechnen, sondern zu zeigen, wie Kaufpreis, Miete, Hausgeld, Finanzierung und Risiko gemeinsam gelesen werden sollten.
Cashflow statt nur Rendite betrachten
Die Bruttorendite wirkt auf den ersten Blick attraktiv. Entscheidend ist aber, ob nach laufenden Kosten, Mietausfallwagnis und Kapitaldienst monatlich Geld übrig bleibt. In der Musterrechnung entsteht ein positiver Cashflow. Das verbessert die Liquidität und schafft mehr Spielraum, falls Kosten steigen oder Miete zeitweise ausfällt.
Finanzierung verständlich einordnen
Für ein Bankgespräch reicht eine hohe Rendite allein nicht aus. Kapitaldienst, Eigenkapital, Loan-to-Value und DSCR zeigen, ob die Finanzierung rechnerisch tragfähig wirkt. Ein DSCR oberhalb von 1,00 deutet darauf hin, dass der Objektüberschuss den Kapitaldienst deckt; zusätzlicher Puffer macht die Struktur robuster.
Risiken der Beispielanalyse
Auch bei positivem Cashflow bleiben Risiken: Hausgeld kann steigen, Instandhaltung kann höher ausfallen, Anschlussfinanzierungen können teurer werden und Leerstand kann den Cashflow belasten. Deshalb sollte die Analyse immer mit Szenarien gelesen werden, nicht nur mit dem besten Fall.